Startseite conZepte conZepte 02-2011 Ambient Assisted Living (AAL)
Ambient Assisted Living (AAL) Drucken E-Mail

Technische Hilfen gewinnbringend einsetzen
Dr. Grit Braeseke & Robert Hoffmann

Infolge der demografischen Entwicklung (wachsende Zahl älterer Menschen und sinkendes Erwerbspersonenpotenzial) und einer steigenden Anzahl chronisch Kranker und Pflegebedürftiger bedarf es gänzlich neuer Konzepte seitens der Gesundheits- und Sozialdienstleister.

Zur Aufrechterhaltung eines qualitativ hohen Versorgungsniveaus werden künftig verstärkt technische Unterstützungssysteme zum Einsatz kommen. Die Komplexität moderner Assistenzsysteme (technische Infrastruktur, Software und vernetzte Endgeräte sowie korrespondierende Dienstleistungen), die unter dem Begriff AAL subsumiert werden, erfordert strategische Allianzen relevanter Akteure (Technikanbieter, Wohnungswirtschaft, Gesundheits- und Sozialdienstleister) und geeignete Geschäftsmodelle unter Einbeziehung der Sozialversicherungen und Kommunen.
Unter Ambient Assisted Living (AAL) versteht man solche informationstechnisch vernetzten Systeme, deren Komponenten unauffällig in die Umgebung integriert sind und die eine weitgehende selbständige Unterstützung des Menschen bei seiner Interaktion mit der Umwelt ermöglichen.


Beispiele für AAL-Systeme sind:

  • Beleuchtung, die sich automatisch an die Licht­verhältnisse anpasst,
  • Türen, die sich beim Annähern öffnen und
  • Bodenbeläge, die registrieren, wenn eine Person gestürzt ist, und Alarm auslösen.

AAL-Systeme kommen in folgenden vier Hauptanwendungsfeldern zum Einsatz:

  • Gesundheit und Pflege (Telemedizin, Homecare)
  • Sicherheit und Privatsphäre (Alarmsysteme)
  • Haushalt und Versorgung (Umgebungssteuerung)
  • Kommunikation und soziales Umfeld (via Internet)

Technische Assistenzsysteme ermöglichen insbesondere Älteren und chronisch Kranken mehr Selbstständigkeit, so dass sie länger in der eigenen Wohnung leben können. Die Technik allein reicht jedoch nicht aus – ein Alarmsystem ist wirkungslos, wenn schnelle Hilfe ausbleibt. Umfassende AAL-Systeme schließen deshalb meist komplementäre Dienstleistungen wie z. B. Call-Center, Bereitschaftsdienste und Lieferservices ein. Der sich in diesem Zusammenhang herausbildende Markt für neuartige Dienstleistungen ist auch für Unternehmen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft attraktiv, da für die nächsten Jahre hohe Wachstumsraten zu erwarten sind.
Allerdings bestehen sowohl angebots- als auch nachfrageseitig noch erhebliche Hemmnisse, die eine schnelle Verbreitung der verfügbaren Lösungen behindern. So sind die technischen Systeme z. B. häufig noch unausgereift und störanfällig, aufgrund kleiner Stückzahlen z. T. recht teuer oder es mangelt an der Kompatibilität mit vorhandenen Geräten. Die Nutzer wissen in der Regel noch wenig von den neuen technischen Möglichkeiten, haben zum Teil Vorbehalte gegenüber moderner Technik und können den Nutzen schlecht beurteilen. Und: die Komplexität der AAL-Systeme aus baulichen Voraussetzungen, technischer Infrastruktur (Verkabelung oder Funknetze, Server, Sensoren, Endgeräten) und Dienstleistungen (von der Konzeption über die Installation und Schulung bis hin zum komplementären Service) erfordert unternehmensübergreifende Kooperationen und geeignete Geschäftsmodelle. Diese werden derzeit im Rahmen eines BMBF-geförderten Projektes vom IEGUS Institut in Kooperation mit der Universität Vechta und der TU Berlin entwickelt (weitere Informationen im Internet: http://www.aal-deutschland.de/deutschland/begleitforschung-aal).
Teilnahme am Dialogprozess zu altersgerechten ­Assistenzsystemen
Der im Rahmen des Projektes »Ökonomische Potenziale und neuartige Geschäftsmodelle im Bereich Altersgerechter Assistenzsysteme« einzuleitende Dialogprozess zielt darauf ab, die verschiedenen Akteure von der Forschung über die Wirtschaft bis hin zu Vertretern aus Politik, Sozialversicherung und Verbänden (Senioren, Verbraucherschutz) miteinander zu vernetzen und auf eine langfristige Basis zu stellen. Im Herbst diesen Jahres werden die vorläufigen Ergebnisse der Studie präsentiert und im Netzwerk reflektiert. Wenn Sie Interesse haben, Teil dieses Dialoges zu sein, um sich u. a. über die Anwendungs- und Finanzierungsmöglichkeiten altersgerechter Assistenzsysteme zu informieren, nehmen Sie mit uns Kontakt auf!

 

Dr. Grit Braeseke & Robert Hoffmann

 
4. EVR-Forum am 24. Februar in Bochum

150318_JMG_evr008a_sDas 4. EVR-Forum findet am 24. Februar 2016 unter dem Motto „Pflege und Assistenz im Spannungsfeld zwischen Politik und Kostenträgern – Fachkraftquoten auf dem Prüfstand?!“ in der Hochschule für Gesundheit Bochum statt.

Wir freuen uns sehr darüber, dass sich Ministerin Barbara Steffens beim 4. EVR-Forum mit einem Vortrag sowie im Rahmen eines anschließenden Dialogs mit Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, zur Reform der Pflegeausbildung sowie zum Leistungsentgelt äußern wird.

Weiterführende Infos zu Programm und Anreise finden im Veranstaltungsflyer.

Anmeldungen per Mail an evr-forum@contec.de oder per Faxantwort.

contec trauert um Jana Bachmann

Jana Bachmann, 1988 - 2016Jana Bachmann, geb. Stahlschmidt

Personalberaterin

1988 - 2016

 

 

Wir sind tief betroffen und unendlich traurig.

Der plötzliche Tod unserer hochgeschätzten Kollegin Jana Bachmann in der dritten Woche des neuen Jahres hat uns alle sehr getroffen. Jana Bachmann war seit 2011 in der contec im Geschäftsbereich der Personalberatung conQuaesso® tätig, wo sie Unternehmen bei der Gewinnung von Fach- und Führungskräften unterstützte.

Mit Jana Bachmann verlieren wir eine junge und überaus engagierte Kollegin und Freundin, deren offenes Ohr, verbindliches Wesen und positiver Blick uns alle im Unternehmen immer wieder begeistert hat. Die vorbildhafte und intensive Betreuung und Begleitung der Bewerber, unserer Praktikanten, Werkstudenten und Mitarbeitenden war ihr eine Herzensangelegenheit. Dieses in ihrem Sinne weiterzuführen ist unsere Verpflichtung.

Unsere Gedanken sind bei ihren Angehörigen und Freunden. Wir wünschen ihnen viel Kraft und Zuversicht in dieser tragischen Situation.

Auch beim zwölften Male: contec forum ein voller Erfolg

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Unter dem Motto „Pflege im Umbruch: Menschen – Strukturen – Finanzen“ kamen am 13. Und 14. Januar 2016 Entscheider aus Branche und Politik zum 12. contec forum Pflege und Vernetzung im Humboldt Carré in Berlin zusammen.

weiterlesen auf contecforum.de mit Fotos, Dokumentation der Vorträge...

Der Job, der zu mir passt! - Die contec Karriereberatung

Schaubild KarriereberatungDie Gesundheits- und die Sozialwirtschaft ändern sich rapide – und damit die Anforderungen, Kompetenzen und Einstellungsvoraussetzungen. Die Karrieren und Lebensentwürfe verändern sich mit – es gibt Einsteiger, Aufsteiger, Wiedereinsteiger, Quereinsteiger und viele mehr. Die Beschreibung passt auf Sie?

Dann lesen Sie in unserem Flyer, was die Karriereberatung der contec für Sie tun kann.

contec Business Talk Personal

thumb_flyer_PersonalgewinnungAuch in 2016: Heute für morgen – Gute Mitarbeitende finden, fördern, binden.

In kaum einer anderen Branche hängt der Erfolg der Unternehmen so eng mit der Leistungsfähigkeit und dem Engagement der Mitarbeitenden zusammen wie in der Sozialwirtschaft – die Mitarbeitenden sind der kritische Erfolgsfaktor.

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