Startseite conZepte conZepte 03-2011 Willkommen in der Zukunft
Willkommen in der Zukunft

Sozialwirtschaft 2.0
Interview mit Heinz Rinas

Web2.0-Anwendungen gewinnen auch in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft zunehmend an Bedeutung. Erfolgversprechende Beispiele sind bislang nur vereinzelt im World Wide Web zu finden. Die Mülheimer Sozialholding hat es jedoch geschafft, durch einen Relaunch ihrer Homepage und die Integration ihrer facebook-Präsenz ein erfolgreicher Vorreiter in der Branche zu sein. Um Hintergründe und Tipps aus der Praxis zu erfahren, führte die conZepte ein Interview mit Heinz Rinas, Geschäftsführer der Mülheimer Seniorendienste GmbH und Mülheimer Senioren Service GmbH.



cZ: Herr Rinas, Sie haben in diesem Jahr Ihren Internetaufritt umfassend überarbeitet. Was war für Sie der Ausschlag, Ihre Homepage neu zu gestalten?
Rinas: Grund für die Überarbeitung war die Qualität des alten Internetauftritts. Dieser war extrem unübersichtlich, sodass der Nutzer die wesentlichen Punkte nicht mit einem Blick erkennen konnte. Stattdessen musste man auf viele verschiedene Reiter klicken und kam trotzdem zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis.

cZ: Was war Ihnen bei der neuen Homepage wichtig?
Rinas: Mir war wichtig, dass alle Besucher der Website mit einem Blick sehen können, was wichtig ist, und schnell das erfahren, wonach sie suchen. Die übersichtliche Menüstruktur vermeidet unnötige Klicks und leitet schnell zu den gewünschten Informationen.

cZ: Was bedeutet die Aktualisierung langfristig für Sie?
Rinas: Wir haben den Internetauftritt verändert, um bewusster wahrgenommen zu werden. Um dies zu erreichen, ist eine aktuelle und ansprechend gestaltete Homepage ein gutes Mittel. Ich verspreche mir auch davon, dass die Arbeit unserer Mitarbeitender im Einzugsmanagement erleichtert wird. Denn anhand der Website kann das jeweilige Haus einfach erklärt werden. Langfristig wird für uns dadurch auch die Belegung einfacher werden.

cZ: Abgesehen von der Startseite gibt es z.B. auf den Seiten der jeweiligen Häuser jeweils einen Imagefilm. Was hat Sie dazu bewogen, auf Bilder zu verzichten?
Rinas: Dass wir auf Bilder verzichtet haben, ist nicht ganz richtig. Seit letzter Woche haben wir im Kopf der Seiten Portraits realer Bewohner integriert, verbunden mit kurzen Aussagen, was uns als Mülheimer Sozialholding ausmacht und wie wir uns selbst verstehen. Wir haben uns aber im Bereich der Darstellung der jeweiligen Häuser bewusst dafür entschieden, primär auf bewegte Bilder zurückzugreifen, weil Videosequenzen Informationen oft nachvollziehbarer und auch emotionaler transportieren als einzelne Bilder. Ein Beispiel: Die Atmosphäre bei einem Singkreis kann man schlecht mit einem Stand-Bild einfangen – im Film können wir das hingegen schon. Zudem bleiben bewegte Bilder besser im Gedächtnis.1

cZ: Welche Zielgruppe möchten Sie so erreichen?
Rinas: Der neue Internetauftritt richtet sich vornehmlich an die »Entscheider«, also die 40- bis 60-jährigen Personen, die nach einer geeigneten Unterbringung für Ihre Angehörigen suchen. Meine Vorstellung ist, dass diese sich unsere Website ansehen, um dann im nächsten Schritt zu sagen »Mutti, ich hab da was Schönes gesehen, lass uns das doch gemeinsam anschauen«.

cZ: Auf Ihrer Homepage gibt es auch eine Verlinkung zu Ihrem facebook-Profil. Wie und wozu nutzen Sie die Möglichkeiten von facebook?
Rinas: Momentan befinden wir uns noch in der Konzeptionsphase. Die Voraussetzungen für die Nutzung von facebook sind bereits geschaffen, jetzt geht es daran, ein konkretes Konzept zu entwickeln.

cZ: Welche Meldungen wollen Sie auf facebook posten?
Rinas: Unter anderem aktuelle Neuigkeiten mit Tragkraft. Zum Beispiel auch aus dem Personalbereich. Denn das interessiert nicht nur die jetzigen Angestellten, sondern kann auch für potenzielle Mitarbeitende interessant sein.

cZ: Wer wird in Zukunft für die Aktualität Ihrer facebook-Seite verantwortlich sein?
Rinas: Wir haben eine Mitarbeiterin, die derzeit ihren Abschluss als Social-Media-Beraterin macht. Sie wird sich u.a. um die Aktualität des facebook-Profils kümmern. Das Ziel hierbei ist, eine höhere Aufmerksamkeit in der öffentlichen Wahrnehmung zu erhalten.

cZ: Seit dem 1. August ist Ihre neue Homepage online. Welche Bilanz ziehen Sie bezüglich der Auswirkungen auf die Anwerbung von Kunden und Mitarbeitenden?
Rinas: Eine richtig »offizielle« Bilanz werden wir erst ziehen können, wenn wir die Zugangsstatistik ausgewertet haben, was erst im nächsten Monat geschehen wird. Die informellen Rückmeldungen, die wir bereits bekommen, sind jedoch durchweg positiv. Das gilt nicht nur für die potenziellen Interessenten, sondern auch für die Mitarbeitenden. Dadurch, dass wir die Homepage verändert haben, kann zum Beispiel auch eine Pflegefachkraft ihrer Familie zeigen, wie ihr Arbeitsplatz aussieht und wo sie ihren Tag verbringt. Vielleicht sieht sie sich sogar im Imagefilm. Das alles sind Multiplikatoreffekte, die sich positiv auf unsere Positionierung in der Öffentlichkeit und unser Belegungsmanagement auswirken werden. Wir möchten erreichen, dass mehr über uns – im positiven Sinne – geredet wird. Ich denke, das haben wir auf jeden Fall geschafft.

cZ: Das Projekt »Internetauftritt« haben Sie erfolgreich abgeschlossen. Welches Projekt steht denn als nächstes an?
Rinas: Um uns am Ort weiter zu etablieren, wollen wir neben dem Innenstadtbüro auch weitere Serviceleistungen etablieren. Im Gespräch ist dabei eine telefonische Arzt-Sprechstunde bzw. eine elektronische medizinische Beratung. Dies könnte so aussehen, dass man an eine eigens dafür eingerichtete Email-Adresse eine medizinische Frage richten kann. Wir würden garantieren, dass der Fragesteller innerhalb von zwei Stunden eine Antwort von einem Arzt bekommt. Details dazu würden wir dann auch über unser facebook-Profil ankündigen.

cZ: Welche drei Tipps würden Sie anderen Unternehmen der Branche bezüglich ihrer Internetpräsenz geben?
Rinas: Inwieweit ein Unternehmen die Möglichkeiten des web2.0 nutzen möchte, muss jedes Unternehmen individuell für sich selbst entscheiden. Wenn man sich jedoch dafür entscheidet, die bestehenden Möglichkeiten zu nutzen, sollte auf eine klare Struktur der Website geachtet werden. Für mich wäre eine perfekte Seite die, bei der ein Besucher nicht scrollen muss, sondern alles auf einen Blick vorfindet. Dadurch gingen jedoch unter Umständen viele Informationen verloren. Und ein Lösungsansatz, viele Links zu integrieren, ist wiederum für die Übersichtlichkeit nicht gerade förderlich. Daher muss man wohl eine Kompromisslösung finden.
Ich persönlich kann zudem nur empfehlen, mit der Firma connect zusammenzuarbeiten. Mit der Qualität und der zeitnahen Realisierung durch das Unternehmen, das sich speziell auf Health Care-Unternehmen spezialisiert hat, sind wir sehr zufrieden.

cZ: Vielen Dank für das Interview, Herr Rinas.
Das Interview für die conZepte führte Kristina Wippermann und Julia Hornung.

1 Psychologische Bedeutung von bewegten und statischen Bildern im Vergleich. Warum wirken bewegte Bilder besser als statische Bilder? Dies liegt zum einen an der bimodalen Präsentation: Durch die Verbin­dung von visuellen und auditiven Informationen können die Infor­mationen besser im Arbeits­ge­dächtnis verarbeitet und in Emo­tionen übersetzt werden. Die ge­steigerte Aufmerksamkeit erzeugt sodann eine nachhaltigere Er­in­ne­rungsleistung. Zum anderen wird die Verweildauer gesteigert, so­dass mehr Zeit zur Verfügung steht, um detaillierte und gezielte Informationen sowie eine Ima­ge­botschaft zu vermitteln.

 
CAREkonkret über die contec Vergütungsstudie 2014

CK1615_S2_contec_thumbCAREkonkret, die Vincentz-Wochenzeitung für Entscheider in der Pflege, bringt in Heft 16 vom 17.04.2015 eine ausführliche Vorstellung der jüngsten contec-Vergütungsstudie. Vor allem mit der Lohngerechtigkeit stehe es nicht zum Besten.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel, wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung von Vincentz Network, Redaktion CAREkonkret: http://www.carekonkret.net.

Die Vergütungsstudie im contec-Shop.

contec auf der Altenheim EXPO 2015 in Berlin

Altenheim EXPO 2015Am 19. und 20. Mai veranstaltet Vincentz Network im Berliner Hotel Estrel die Altenheim EXPO 2015, Fachkongress für Investoren, Planer und Betreiber. Auch contec wird auf der begleitenden Fachausstellung und mit zwei Fachvorträgen dort vertreten sein:

Dietmar Meng am Dienstag, dem 19.05. zum Thema:

Neue Geschäftsmodelle für die Anbieter stationärer Pflege – Was uns ein 3. Pflegestärkungsgesetz bringen muss.

Und Kathrin Keune am Mittwoch, 20.05. zum Thema:

Mit Kreativität zum wirtschaftlichen Erfolg – Neues Fortbildungskonzept für Vorstände und Geschäftsführungen.

Programm und Anmeldung über die website: www.altenheim-expo.de

conQuaesso Newsletter März 2015

Der newsletter_conQuaesso_2015.03 ist erschienen und wurde an die Abonnenten versandt.

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Die bisherigen Ausgaben im Newsletter-Archiv.

Erste „triple i“-Veranstaltung beim Gesundheitscampus Bochum unter Mitwirkung von contec

gc-bo„triple i“- („Informationen, Innovationen und Initiativen“) ist eine Veranstaltung der Agentur Gesundheitscampus Bochum. Thema im März: „In Zukunft investieren: Nachhaltige Geschäftsmodelle für individualisierte Assistenzsysteme“. Gemeinsam führten Detlef Friedrich von der der contec und Prof. Dr. Rolf Heinze vom Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie, Arbeit und Wirtschaft der Ruhr-Universität Bochum durch den Workshop mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Versorgung im Gesundheitswesen. Ausführlicher Bericht auf der website des Gesundheitscampus.

"Ist der Pflegemarkt zu sehr reguliert?" CAREkonkret über das 11. contec forum

Imgp2981CAREkonkret bringt in der Ausgabe 11 vom 13.3.2015 einen ausführlichen Bericht über das 11. contec forum am 14. und 15. Januar. Lesen Sie hier den ganzen Artikel, wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung von Vincentz Network, Redaktion CAREkonkret.