Startseite conZepte conZepte 03-2011 Stakeholdermanagement als strategische Option in der Behindertenhilfe
Stakeholdermanagement als strategische Option in der Behindertenhilfe

Gewinnbringende Kooperationen und Netzwerke
Frauke Hennings


Unternehmen der Behindertenhilfe befinden sich aktuell im Umbruch und müssen vielschichtige Einflussfaktoren in ihre strategische Planung einbeziehen. Dabei sind betriebswirtschaftliche Faktoren ebenso wichtig wie gesellschaftspolitische Aspekte.


Demografie und gesellschaftlicher Wandel werden dazu führen, dass in wenigen Jahren mehr als ein Viertel der Bevölkerung alt sein wird, jeder zehnte Bürger eine körperliche Beeinträchtigung aufweisen wird und darüber hinaus die Anzahl und der Umfang der psychi­schen Erkrankungen deutlich zugenommen haben wird. Zudem wird ein Bedarf von zusätzlichen 800.000 Pflegeplätzen prognostiziert. All diese Faktoren erfordern neue Strategien. In der nach wie vor stationär geprägten Behindertenhilfe ist außerdem durch die UN-Konvention und den zunehmenden Druck der Kostenträger ein grundsätzliches Umdenken erforderlich.


Bereits heute werden die klassischen stationären Versorgungsstrukturen im Bereich von Pflege und Assistenz deutlich weniger nachgefragt. Dieser Trend zeichnet sich schon seit längerem im Bereich der Altenhilfe deutlich ab. Aber auch in der Behindertenhilfe werden ambulante Unterstützungsstrukturen sowohl von Seiten der Kostenträger als auch von Kundenseite stärker nachgefragt.


Viele Unternehmen haben entsprechende Leistungsangebote entwickelt. So stieg der Anteil ambulanter Wohnformen in den letzten 10 Jahren immerhin von 20% auf nahezu 30%1. Und obwohl sich die Dienstleistungen fachlich- konzeptionell voneinander unterscheiden, sind die Faktoren Lebensqualität und Teilhabemöglichkeiten zunehmend entscheidende Kriterien bei der Wahl des Angebots2. Je breiter die Dienstleistungspalette des Anbieters, desto eher kann diesen Kundenwünschen entsprochen werden.


Wer also zukünftig flexible Dienstleistungsangebote für Menschen mit Behinderung anbieten will, kann dieses nur im Sozialraum, d.h. im Quartier, dem Stadtteil oder der Gemeinde tun. Unternehmen der Behindertenhilfe werden damit zu Akteuren im Sozialraum. Wer darüber hinaus innovativer Dienstleister sein will, nutzt Kooperationen und Netzwerke zur Verfolgung der Unternehmensziele. Der Aufbau von quartiersorientierten, zielgruppenübergreifenden Strukturen, die ambulante und stationäre Angebote komplementieren, wird in absehbarer Zeit eine entscheidende Frage für die Zukunftsfähigkeit von Sozialunternehmen sein.
Kooperationen und Netzwerke sind für die Sozialunternehmen zur passgenauen individuellen Leistungserbringung sowohl auf strategischer als auch auf operativer Ebene deshalb unabdingbar. Mit Hilfe eines guten Stakeholdermanagements können beispielsweise Unternehmensnetzwerke gebildet werden, die Leistungsverbünde im Sozialraum bilden.


Einflussfaktoren in der Eingliederungshilfe

In diesem Kontext kommt dem Stakeholder-Management eine besondere Rolle zu. Stakeholdermanagement ist die systematische Einbeziehung von Anspruchsgruppen in die Planung, Entscheidung und Gestaltung von Prozessen im Unternehmen. So kann beispielsweise Kooperation und Vernetzung intern und extern mit Hilfe eines Excel-basierten Stakeholder-Analyse-Tools geplant und gemanagt werden.


Der Auf- und Ausbau der Zusammenarbeit mit internen und externen Stakeholdern ist eine große Herausforderung insbesondere für diejenigen, die bisher relativ eigenständig Dienstleistungen erbracht haben. Ansprüche und Interessen der Stakeholder sind teilweise mit hohen Widersprüchen behaftet. Sozialunternehmen müssen die Interessenkonstellationen kennen, um erfolgreich agieren zu können.

1 Quelle: BAG der überörtlichen So­zial­hilfeträger 2011: Kenn­zah­len­ver­gleich der überörtlichen Sozial­hilfe­träger 2009.
2 (Z.I.E.L.), Eberhard Karls Uni­ver­sität Tübingen 2010: Um­wand­lung von Wohnangeboten in Groß- und Komplexeinrichtungen zu ge­mein­deorientierten Wohn­mög­lich­keiten für Menschen mit Be­hin­derung.
3 conKret Dezentralisierung. In­klu­sion lohnt und rechnet sich. contec 2011.

 
Interview: Matthias Konrad zum Controlling in der Altenhilfe

04_2014_HuC_thumbCathrin Conradi interviewt in Health&Care Management, Ausgabe 4/2014 Mathias Konrad zum Controlling in der Altenhilfe. Ausgehend vom Stand des Controllings im Krankenhaus wird u.a. der SROI-Ansatz (Social Return on Invest) angesprochen. Lesen Sie hier den ganzen Artikel, wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung der Holzmann Medien GmbH & Co.KG, Redaktion Health&Care Management, www.hcm-magazin.de.

"Häusliche Pflege" (Vincentz) über das Democheck-Projekt in Rheinland-Pfalz

HP_0414"Fit für die Zukunft: attraktive Beschäftigung für die Pflege" - in Ausgabe 4|2014 schreibt "Häusliche Pflege" über das Democheck-Projekt, mit dem das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (MSAGD) des Landes Rheinland-Pfalz Pflegeeinrichtungen unterstützt. 50 Einrichtungen der rheinland-pfälzischen Altenpflege können einen vom Ministerium finanzierten Beratungstag gewinnen. So werden die Pflegedienste in den Stand versetzt, sich mit demografiefester und zukunftsorientierter Personalpolitik als attraktive Arbeitgeber zu etablieren.

Genaueres im web: http://www.democheckpflege.de

Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung der Redaktion "Häusliche Pflege" von Vincentz Network

Caritas Lünen • Selm • Werne auf dem Weg zur starken Arbeitgebermarke

contec_Caritas_News_Dezember_2013Die caritas news Lünen-Selm-Werne berichtet über ein erfolgreiches Demografieprojekt unter Mitwirkung von contec. Ein interessanter und informativer Werkstattbericht mit detaillierten Einblicken in Problemstellung, Zielsetzung, Vorgehensweise und die Einbindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: So sichert die Caritas ihre Zukunft auch in Zeiten knapper Fachkräfte! Lesen Sie hier den ganzen Artikel. Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung des Caritasverbandes Lünen-Selm-Werne e.V.

MdB Dirk Heidenblut zu Besuch bei contec

BMZ_800Der Essener SPD-Bundestagsabgeordnete Heidenblut ist Mitglied im Gesundheitsausschuss und dort u. a. verantwortlich für die Telemedizin. So hat sein Interesse am Westdeutschen Teleradiologieverbund gleich mehrere Wurzeln.

Die Initiatoren der MedEcon Telemedizin GmbH im BioMedizinZentrum Ruhr (BMZ) haben die Gelegenheit gern genutzt, ihm die Funktionsweise und den Nutzen dieser herstellerunabhängigen und standardkonformen Plattform zum Austausch medizinischer Bilddaten vorzustellen. Gemeinsam erörterte man mögliche zukünftige Entwicklung.

Kontakt i.S. Telemedizin: Maike Mülders (maike.muelders@contec.de)

socialnet über Controlling-Studie

altsocialnet, "das Netz für die Sozialwirtschaft", hat sich intensiv mit der unter contec-Beteiligung erstellten Studie "Controlling in kommunalen Jugend- und Sozialhilfeverwaltungen"  auseinandergesetzt und kommt zu einem positiven Fazit: "Lesenswert". Lesen Sie die ausführliche Rezension hier auf socialnet.