„Etwas zieht mich immer an diesen Ort zurück“ – Lutz Gerlach beim contec Neujahrsempfang im Stadtbad Oderberger

Gerlach_Mai
  • Donnerstag, 03 Januar 2019 15:30
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Der traditionelle Neujahrsempfang der contec steht in diesem Jahr unter einem ganz besonderen Stern: zum 15. Mal veranstalten wir das contec forum Pflege und Vernetzung, in dessen Rahmen wir gemeinsam mit unserem Netzwerk aus Kunden, Partnern und Politik feierlich in ein neues, erfolgreiches Jahr starten. Aus diesem Anlass ist auch das kulturelle Rahmenprogramm in diesem Jahr ein ganz besonderes:  Die Pianisten Lutz Gerlach und Ulrike Mai werden die Veranstaltung im Stadtbad Oderberger mit ihrem musikalischen Programm bereichern.

Unser diesjähriges Motto – passend zur Location des Stadtbad Oderbergers:Die Gesellschaft ist eine Welle. Sie bewegt sich vorwärts, nicht aber das Wasser, aus dem sie besteht“ (Ralph Waldo Emerson). Es soll zum Nachdenken anregen. Wohin soll die Pflege – diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die längst kein Minderheitenthema mehr ist – treiben? Und wie können wir den Fluss mitlenken?

Wassermetaphorik ist aber nicht nur unser Thema, auch Lutz Gerlach nutzt das flüssige Element als Inspiration für seine Kunst. Die beiden Pianisten Ulrike Mai und Lutz Gerlach sind bekannt für ihre Liebe zum Wasser. Sie wohnen unweit der Ostsee in dem Künstlerort Ahrenshoop und ihre künstlerische Arbeit ist seit vielen Jahren beeinflusst vom “Klang der Wellen”. Für den gebürtigen Berliner Lutz Gerlach war zuerst die “Spree” eine Inspirationsquelle seiner Arbeit, die u.a. in die CD-Veröffentlichung “Panta Rhei – Alles fließt” mündete. Nach dem Umzug an das Meer folgten Produktionen mit den Titeln “Vom Wasser”, “Musica Mare” oder “The Sea – So Far”. Die besondere Klaviermusik von Herrn Gerlach und seiner Partnerin Ulrike Mai lädt dazu ein, die Gedanken schweifen zu lassen und den „Augenblick als Welle im unwandelbaren Meer der Zeit“ (Andreas Tenzer) zu genießen. Lutz Gerlach, freiberuflicher Musiker, Komponist und Produzent, studierte von 1984 – 88 Klavier an der Hanns Eisler Hochschule in Berlin. Er führt sein eigenes Label und erbaute die LGM-Klanggalerie „Das Ohr“ in dem Künstlerort Ahrenshoop, ein Haus mit dem Grundriss eines menschlichen Ohres und einem kleinen Konzertsaal. Über 50 CD-Produktionen – das Repertoire reicht von Solo-Piano, Jazz und Kammermusik bis hin zu elektronischen Klängen – hat der Künstler bislang veröffentlicht.

Nicht nur das Motto, auch der Ort des Neujahrsempfangs haben für ihn eine persönliche Relevanz: Im Stadtbad Oderberger hat er als kleiner Junge 1968 das Schwimmen erlernt. Nach dem Fall der Mauer und vor der Sanierung des Stadtbades gab er bereits ein Konzert auf dem Boden des leeren Schwimmbeckens. Sein nun anstehender Auftritt nach über 20 Jahren freut ihn deshalb besonders: „Irgendetwas zieht mich immer an diesen Ort zurück“. Das Eintauchen in Klangwellen ist dem Ort eines Schwimmbeckens gebührend – denn Gerlachs „Musik atmet, strömt als klarer Fluss, der in flirrenden Klangtropfen, perlenden Kaskaden, rauschenden Wogen sich über die Akkorde wie Felsklippen ergießt“ (Südwest Presse).

Begleitet wird Lutz Gerlach von der renommierten klassischen Pianistin Ulrike Mai, die seine Liebe zum Wasser teilt und selbst eine vielbeachtete CD mit dem Titel „Poems of the Sea“ veröffentlichte. In ihren gemeinsamen Konzerten begegnen sich sprichwörtlich nicht nur ganz unterschiedliche Biographien, sondern auch „klassisch-weibliche und männlich-jazzerprobte Anschlagskultur“.

Nicht nur das Ohr, auch das Auge wird bei unserem Neujahrsempfang ganz vom Wasser umhüllt. Der bildende Künstler Andreas Clavier stellt im Rahmen des Programms ausgewählte Werke aus, die das Thema Wasser in all seinen Facetten visualisieren.

Teilnehmer des 15. contec forums sind nach Ende des 1. Kongresstages am 16.1.19 herzlich zum Neujahrsempfang eingeladen.

Wir freuen uns also auf einen klangvollen und (be)rauschenden Abend!

„Die Gesellschaft ist eine Welle. Sie bewegt sich vorwärts, nicht aber das Wasser, aus dem sie besteht.“