Top-News aus der Gesundheits- und Sozialwirtschaft

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  • Freitag, 24 August 2018 14:08
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Wo wurde investiert, welche Projekte sind an den Start gegangen, was hat sich auf gesundheitspolitischer Ebene getan? Wir haben für Sie die wichtigsten Geschehnisse der letzten Wochen zusammengetragen.

NRW: Landesregierung initiiert Befragung zur Pflegekammer

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat nun eine Befragung zur Gründung einer Pflegekammer in Nordrhein-Westfalen angekündigt. 1500 Pflegefachkräfte, ausgewählt nach repräsentativen Kriterien, sollen im Oktober ihr Votum darüber abgeben, wie sie zur Einrichtung einer eigenen Interessenvertretung stehen. Die Ergebnisse sollen Grundlage für eine Entscheidung des Düsseldorfer Landtages sein.

Quelle: aerztezeitung.de

Ministerium legt Details zu Pflegepersonal­untergrenzen fest

Am Donnerstag, den 23.08.2018, hat das BMG eine Verordnung zur Festlegung der Pflegepersonaluntergrenzen auf den Weg gebracht. Diese sollen danach für die Intensivmedizin, die Geriatrie, die Kardiologie und die Unfallchirurgie gelten. Unterschieden wird dabei zwischen vier Kategorien von Schichten: Tag- und Nachtschichten an Wochentagen sowie Tag- und Nachtschicht an Wochenenden und Feiertagen. Genaue Zahlen zu den Personaluntergrenzen veröffentlichte nun das Ärzteblatt.

Baden-Württembergs Sozialminister legt Anforderungen an Einwanderungsgesetz vor

Baden Württembergs Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha hat ein mögliches Eckpunktepapier zu einem künftigen Einwanderungsgesetz vorgelegt. „Baden-Württemberg benötigt einerseits qualifizierte Arbeitszuwanderung, andererseits muss man den Status der Geflüchteten, die hier fleißig schaffen, unbescholten sind und von der Wirtschaft dringend gebraucht werden, absichern“, so der Minister. Das Papier soll Basis für einen konstruktiven Dialog auf Landes- und Bundesebene sein.

Zur Veröffentlichung beim Sozialministerium BW

Verbände appellieren an Spahn

In einer Pressemitteilung Ende Juli wenden sich der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege (DEVAP) sowie der Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Beide Verbände machten darauf aufmerksam, dass die Entlohnung ihrer Mitarbeitenden in der ambulanten Pflege bereits seit Jahren auf dem Niveau liege, welches Spahn nun fordert. Sie appellieren jedoch, die guten Löhne auch in der ambulanten Pflege zu refinanzieren, so Dr. Hanno Heil, Vorstandsvorsitzender des VKAD. Das Pflege-Stärkungs-Gesetz sieht eine vollständige Refinanzierung von Tarifsteigerungen im Krankenhaussektor vor. Aber vor allem bei tarifgebundenen Pflegediensten entstehe eine immer größer werdende Finanzlücke, warnt Dr. Bodo de Vries, Vorstandsvorsitzender des DEVAP.

Quelle: altenheim.net

Baden-Württemberg: Pflege-Praktikanten aus der Politik

Aus 35 Abgeordneten des baden-württembergischen Landtages werden in den kommenden Wochen Praktikanten in der Pflege. Grund hierfür ist die jährliche Initiative des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa). In einer Pressemitteilung teilte der Verband mit, dass die Teilnehmerzahl der jährlichen Praktikumsaktion erneut gestiegen ist. Einige Politiker nutzen bereits zum dritten Mal die Gelegenheit, um sich reale Einblicke in den Alltag von Pflegefachkräften zu verschaffen, teilte Rainer Wiesner, baden-württembergischer bpa-Landesvorsitzender, mit.

Quelle: altenheim.net

Ausländische Fachkräfte bekommen befristete Visa

Um die Arbeitssuche, u.a. in Berufen wie der Pflege, zu erleichtern, plant Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) befristete Visa einzuführen, teilte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung mit. So sei es möglich, dass Pflegekräfte aus dem Ausland die Möglichkeit haben, für ein halbes Jahr nach Deutschland zu kommen und hier einen Arbeitsplatz zu finden. Sollte die Suche erfolglos sein, müssen sie nach Ablauf der Zeit wieder zurück, heißt es weiter. Das Einwanderungsgesetz für Fachkräfte aus dem Ausland soll noch in diesem Jahr vom Bundeskabinett beschlossen werden.

Quelle: bibliomed-pflege.de

Pflegepersonal-Stärkungsgesetz beschlossen

Das Bundeskabinett hat am 1. August den Entwurf des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes beschlossen, welches zum 1. Januar 2019 in Kraft treten soll. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) teilte mit, dass somit ab Januar 2019 13.000 zusätzliche Pflegekräfte in stationären Pflegeeinrichtungen eingestellt werden können. Außerdem soll jede zusätzliche bzw. aufgestockte Stelle für Pflegekräfte voll refinanziert werden. Auch die Digitalisierung in der Pflege soll weiter gefördert werden. Pflegeeinrichtungen sollen außerdem finanzielle Unterstützung bei Vorhaben zur Steigerung der Attraktivität des Pflegeberufes bekommen. So soll die Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf für die Mitarbeitenden weiter ausgebaut werden. Um all dies zu ermöglichen, muss der Pflegebeitrag zu Beginn des Jahres angehoben werden.

Quelle: altenheim.net

Laumann warnt vor Gefälle in der Pflege

Anfang August hat das Bundeskabinett den Entwurf zum Pflegepersonal-Stärkungsgesetz beschlossen. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) warnt jedoch davor, dass die Pflege zwar im Krankenhaus verbessert wird, dies aber zulasten der Altenpflege. Die neuen Regelungen könnten dazu führen, dass Berufe in der Altenpflege an Attraktivität verlieren. Laumann fordert, dass Mitarbeitende in der Altenpflege vergleichbare Rahmenbedingungen erhalten sollten.

Quelle: altenheim.net

Baden-Württemberg: Gesundheitszentren geplant

Der Ortenauer Kreistag hat beschlossen, dass es ab 2030 nur noch vier Klinik-Standorte geben wird. Von den bisher neun Standorten bleiben ab da an Offenburg, Lahr, Wolfach und Achern bestehen. Die Kliniken in Oberkirch, Kehl und Ettenheim werden in Gesundheitszentren mit Portalfunktion und Notfallstandorten umgewandelt. Grund für eine solche Umstrukturierung seien die Rahmenbedingungen durch den Bund und das Land, der medizinische Fortschritt sowie der Fachkräftemangel, heißt es in einer Pressemitteilung. Damit wolle man möglichen Klinik-Schließungen entgehen. Das Ortenau Klinikum beschäftigt rd. 5.300 Mitarbeitende und ist somit der viertgrößte kommunale Klinikverbund in Baden-Württemberg.

Quelle: bibliomedmanager.de

AWO Nordhessen: Modell zur Integration ausländischer Fachkräfte

Die AWO Nordhessen hat sich mit dem Caritasverband für die Diözese Fulda sowie dem örtlichen Herz-Jesu-Krankenhaus für ein Projekt zur Integration internationaler Pflegefachkräfte zusammengeschlossen. Das Projekt, an dem sich auch das Klinikum Fulda beteiligt, wird von der Hochschule Fulda geleitet. Zunächst sollen bereits vorhandene Konzepte zur Integration internationaler Fachkräfte der Einrichtungen untersucht werden. Ziel des Projekts ist es, ein bundesweites Best-Practice-Modell zu erarbeiten. Das Projekt wird bis Ende 2022 mit 10 Millionen Euro von Bund und Länder gefördert.

Quelle: wohlfahrtintern.de

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