Wohnraummangel, Frauenquote, Arbeitsmarkt: Neues aus der Branche

  • Dienstag, 16 Oktober 2018 10:39
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Wo wurde investiert, welche Projekte sind an den Start gegangen, was hat sich auf gesundheitspolitischer Ebene getan? Wir haben für Sie die wichtigsten Geschehnisse der letzten Wochen zusammengetragen.

Rheinland-Pfalz: Kommunen beraten mit Landesregierung über Kosten der Behindertenhilfe

Die rheinland-pfälzische Landesregierung berät mit den Kommunen über möglicherweise anfallende Mehrkosten zum Gesetzgebungsverfahren zur Neuordnung der Hilfen für Menschen mit Behinderungen. Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) bekundet hierzu, dass eine abschließende Prognose bislang nicht möglich sei.
Die Unterstützung von Land und Kommunen für 37.000 Menschen mit Behinderungen wird vom Landgesetz zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes auf eine neue Grundlage gestellt. Hierbei soll zukünftig das Land als Träger der Eingliederungs¬hilfe für die Erwachsenen zuständig sein, Landkreise und kreisfreie Städte werden Träger der Hilfen für Kinder und Jugendliche. Land und Kommunen tragen die Kosten zu gleichen Teilen.

Quelle: aerzteblatt.de

 

Frauenquote in Aufsichts- und Entscheidungsgremien der Caritasverbände soll erhöht werden

Der Deutsche Caritasverband will die Frauenquote in allen Aufsichts- und Entscheidungsgremien erhöhen. Von der Geschlechterparität soll künftig nur noch um 10 % abgewichen werden, schreibt die neue Satzung vor. Ebenso soll die Wahlordnung für den Vorstand zugunsten weiblicher Führungskräfte geändert werden. Derzeit seien 37 Prozent der Mitglieder der Delegiertenversammlung (die das höchste beschlussfassende Verbandsorgan der Caritas ist) weiblich, der Caritasrat sei zu 30 Prozent mit Frauen besetzt, sagt Alexander Schmidt, Leiter des Referats Verbandsentwicklung und –organisation. Diese Quote wolle man erhöhen.

Quelle: wohlfahrtintern.de

 

Jena: Korian-Pflegeheim bezieht neues Haus in Jena-Lobeda

Bewohnerinnen Bewohner sowie Mitarbeitende des Korian-Pflegeheims in Jena-Lerchenfeld ziehen um: In einen größeren Neubau in Jena-Lobeda. Die Wohn- und Pflegeangebote wurden hier um einiges verbessert, da die Räumlichkeiten im Lerchenfeld den Ansprüchen nicht mehr genügten. Der komfortable Neubau in der Karl-Marx-Allee hat 166 Einzelzimmer und liegt in direkter Nähe des Universitätsklinikums. Integriert sind zudem stationäre Pflege, Betreutes Wohnen sowie eine öffentlich zugängliche Cafeteria an einem Standort. Die neuen Appartements für Betreutes Wohnen sind barrierefrei, bieten größeren Bewegungsradius für Rollstuhlfahrer und weisen Balkon, Terrasse oder Wintergarten auf. Das Angebot umfasst zudem einen ambulanten Dienst, der auch die Bewohnerinnen und Bewohner des Betreuten Wohnens miteinschließt.

Quelle: korian.de

 

Boom am Arbeitsmarkt lässt Menschen mit Behinderung profitieren

Laut einem Bericht der Saarbrücker Zeitung kommt der Arbeitsmarktboom auch Menschen mit Behinderung zugute. Seit 2013 ist die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen von 14 auf 11,7 Prozent gefallen. Trotzdem haben Schwerbehinderte auf dem Arbeitsmarkt immer noch schlechtere Karten als Menschen ohne Behinderung. Das zeigt ein Blick auf die gesamte Arbeitslosenquote, die im gleichen Zeitraum von 8,8 auf 7,2 Prozent zurückging.
Die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit liegt bei Menschen mit Behinderung jedoch immer noch deutlich höher als bei Personen ohne Behinderung. Menschen ohne Behinderung finden im Schnitt nach 37 Wochen wieder einen neuen Job, während behinderte Personen rund 52 Wochen brauchen.

Quelle: aerzteblatt.de

 

DRK Hamburg: Mitarbeitende sollen ErzieherInnen anwerben

Dem Erziehermangel in Kitas will das DRK in Hamburg-Harburg mit Prämienmodellen beikommen. Mitarbeitende sollen beispielsweise mit 1000 Euro belohnt werden, wenn sie neue Kolleginnen und Kollegen anwerben.
Kreisgeschäftsführer Harald Krüger in Hamburg ist der Meinung, die eigenen Mitarbeitenden seien perfekte Werbeträger. Eine Gehaltsgutschrift von 500 Euro soll es geben, wenn sie einen neuen Kollegen anwerben. Derselbe Betrag wird dann nochmal ausgezahlt, sollte dieser die Probezeit überstehen und beim DRK weitermachen.

Quelle: wohlfahrtintern.de

 

Wohnraummangel in Hessen für Menschen mit Behinderung

Der Wohnungsmangel in weiten Teilen Hessens trifft schwerbehinderte Menschen besonders hart. Darauf haben die Lebenshilfe und andere Organisationen der Behindertenhilfe am Donnerstag in Wiesbaden hingewiesen, sie fordern ein Kontingent an Sozialwohnungen für Menschen mit Behinderung.
Zur Unterstützung ihrer Anliegen hat die Lebenshilfe eine Studie über die Chancen von Menschen mit Behinderung auf dem hessischen Wohnungsmarkt beim Pestel-Institut in Hannover in Auftrag gegeben. Der Diplom-Ökonom Matthias Günther stellte nach der Befragung von Fachleuten aus 44 Verbänden, die stationäres oder betreutes Wohnen für behinderte Menschen anbieten, fest, dass die Ausgrenzung benachteiligter Gruppen am Wohnungsmarkt mit dem Aufkommen des Wohnungsmangels zugenommen hat. Nach seinen Berechnungen fehlen derzeit in Hessen bereits 80 000 Wohnungen im mittleren und unteren Preissegment. Bis zum Jahr 2035 werde der Bedarf auf 260 000 bis 400 000 Wohnungen ansteigen.

Quelle: fr.de

 

Behindertenbeauftragter will Bundesfreiwilligen¬dienst für Menschen mit Behinderung öffnen

Menschen mit Behinderung soll ein besserer Zugang zum Bundesfreiwilligendienst gewährt werden, so die Forderung des Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Jürgen Dusel. Dusel setzt sich für eine Finanzierung der notwendigen Assistenzleistungen, technischen Hilfsmittel oder auch Dolmetscher für Gebärdensprache ein. Dusel strebt so eine verbesserte Teilhabe am sozialen Engagement an.

Quelle: aerzteblatt.de

 

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