10 Dinge, die Sie über Teamentwicklung wissen sollten

Teamentwicklung
Dienstag, 06 August 2019 09:01

Funktionierende Teams sind ein wichtiger Erfolgsfaktor in sozialwirtschaftlichen Unternehmen, denn sie können neuen Anforderungen und auftretenden Problemen flexibel begegnen. Gerade in sozialen Berufen ist es zudem für die Mitarbeiterbindung zentral, dass sich die Mitarbeitenden mit ihrem Team und der vorgesetzten Führungskraft verbunden fühlen. Dafür bedarf es einer positiven Teamatmosphäre. Eine effektive Teamentwicklung hat die Etablierung einer stabilen Teamkultur zum Ziel. Diese zeichnet sich durch Rollenklarheit sowie gemeinsame Umgangsformen und Standards aus.

10 wichtige Aspekte rund um das Thema Teamentwicklung:

 

  • 1. Führungsinstrument

    Teamentwicklung ist ein wichtiges Führungsinstrument. Führungskräfte sollten dieses Instrument nutzen, indem sie die Teamentwicklung aktiv steuern. Sie sollten den notwendigen Rahmen geben, um die Mitarbeitenden in der Zusammenarbeit zu stärken. Entsprechend sollte den teamleitenden Führungskräften ausreichend Zeit für die Teamentwicklung zur Verfügung stehen. Die entsprechende ,Führungskompetenz Teamentwicklung‘ muss bei Führungskräften zudem aktiv gefördert werden.

  • 2. Gegenseitige Unterstützung

    Ein guter und häufiger Austausch im Team hat viele positive Effekte: Mitarbeitende können sich als Gleichgesinnte unterstützen, stärken und Sicherheit geben. Regelmäßige Teamsitzungen und die kollegiale Beratung können das Potenzial des Teams erhöhen. Es können z. B. gemeinsam Lösungen für konkrete Problemstellungen einzelner Teammitglieder ausgearbeitet werden.

  • 3. Rollenklarheit

    Die Mitarbeitenden sollten Klarheit über ihre eigene Rolle und die ihrer Kolleginnen und Kollegen haben – über die Aufgaben, die konkrete Verantwortung und die gegenseitigen Erwartungen der Kolleg*innen sowie Vorgesetzen. Rollenprofile sind hierbei ein wichtiges Tool. Kollegiale Beratung fördert den Wissenstransfer und erhöht die Transparenz der vorhandenen Kompetenzen und Erfahrungen in der Belegschaft (Rollentransparenz). Dies erleichtert auch der Führungskraft den kompetenzorientierten Einsatz der Mitarbeitenden.

  • 4. Integration neuer Mitarbeitender

    Die Integration neuer Mitarbeitender ist eine besondere Herausforderung. Es kann ihnen schwerfallen, sich in sehr beständigen und eingeschworenen Teams zu integrieren. Hier muss die Führungskraft durch ein professionelles Onboarding die Integration aktiv fördern.

  • 5. Identifikation

    Eine gemeinsame Vision und Kundenorientierung sowie die Identifikation mit dem Unternehmen können durch gemeinsame Zielsetzungen gelingen. Die Ziele sollten anspruchsvoll, aber auch realistisch sein. Wird ein Ziel erreicht, bietet es sich an, den Erfolg gemeinsam im Team zu feiern. Das hat eine motivierende Wirkung und stärkt den Teamzusammenhalt.

  • 6. Unternehmenskultur

    Die Unternehmenskultur hängt stark von der Qualität der Beziehungen innerhalb des Teams ab – und damit auch von den Interaktionen im Team. Um die Unternehmens- oder Teamkultur aktiv zu verändern und weiterzuentwickeln, kann die Stellschraube der Kommunikation genutzt werden. Das Ziel sollte ein ,Wir-zentrierter‘ Dialog sein. Es kann mitunter sinnvoll sein, im Team Kommunikationsregeln aufzustellen.

  • 7. Persönliche Kontaktpunkte

    Persönliche Kontaktpunkte fördern das Teambuilding. Durch Teamaktivitäten, in denen sich Mitarbeitende sowohl fachlich als auch persönlich austauschen können, drücken Führungskräfte Wertschätzung aus. Insbesondere bei neugebildeten Teams ist es wichtig, die Beziehungen unter den Teammitgliedern zu stärken. Die Leitungskraft sollte den Prozess des Kennenlernens aktiv und zeitnah anstoßen.

  • 8. Teamkonflikte

    Konflikte haben eine wichtige Funktion in der Zusammenarbeit. Sie klären Ziele, Aufgabenstellungen und Rollen, überprüfen Strukturen und Abläufe und geben Impulse für Veränderungen. Sie können letztlich zu einer besseren Arbeitsatmosphäre beitragen. Gut funktionierende Teams verstehen Konflikte als Chance und gehen mit ihnen produktiv um. Die Führungskraft sollte die konstruktive Konfliktlösung und eine offene Konflikt- und Fehlerkultur fördern.

  • 9. Attraktivitätsfaktor

    Eine positive Teamkultur ist ein essenzieller Attraktivitätsfaktor des Unternehmens für die eigenen sowie potenzielle neue Mitarbeitende. Sie kann auch in der Außendarstellung gewinnbringend genutzt werden. Im Bewerbungsprozess sollten Kandidat*innen Einblicke in das Team bekommen – schließlich ist die Teamkultur oftmals ausschlaggebend für die Arbeitgeberwahl.

  • 10. Individuell für’s Team

    Die Teamentwicklung kann und sollte stets durch individuelle Entwicklungen der Teammitglieder begleitet werden. Auch Kompetenzen einzelner Mitarbeitender haben Einfluss auf die Gestaltung der Teamarbeit und können sich positiv auf das gesamte Team auswirken.

Abschließend bleibt zu sagen, dass die Teamentwicklung nie abgeschlossen ist, sondern einen dynamischen, kontinuierlichen Prozess darstellt. Aufschluss darüber, wie die Mitarbeitenden die Zusammenarbeit und Führung des Teams erleben, können Mitarbeiterbefragungen geben. Aus den Ergebnissen lassen sich konkrete Maßnahmen, z. B. zum Teambuilding, ableiten.

Text: Esther Niehoff/Linda Englisch

Esther Niehoff

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