Evaluation der Bayerischen Rahmenleistungs-vereinbarung WfbM
Welche Erfahrungen liegen bislang zur Umsetzung personenzentrierter Ansätze in Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) vor? Welche Ansatzpunkte für eine bessere Verzahnung der Verfahren werden sichtbar? Wo entstehen zusätzliche Verwaltungsaufwände und welche Potenziale zur Verfahrensvereinfachung werden erkennbar? Welche Hinweise ergeben sich für die Weiterentwicklung von Steuerungs- und Finanzierungsansätzen?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Evaluation der Bayerischen Rahmenleistungsvereinbarung für Leistungen im Arbeitsbereich von Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM), die wir gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Forschungsinstitut IEGUS durchgeführt haben.
Im Auftrag der sieben bayerischen Bezirke als Leistungsträger und der Leistungserbringerverbände vertreten durch die LAG WfbM Bayern wurde die zweijährige Modellphase der neuen Leistungssystematik umfassend untersucht. Dabei standen die fachlichen, administrativen und finanziellen Auswirkungen der Reform aus Sicht von Leistungsberechtigten, Leistungserbringern und Leistungsträgern im Mittelpunkt.
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Die Ergebnisse zeigen: Die Umsetzung personenzentrierter Leistungsmodelle eröffnet erhebliche Chancen für eine bedarfsgerechte Unterstützung von Menschen mit Behinderung. Gleichzeitig werden Herausforderungen sichtbar, die viele Bundesländer derzeit gleichermaßen beschäftigen – etwa steigende Verwaltungsaufwände, komplexe Dokumentationsanforderungen, Schnittstellenprobleme sowie die Frage nach einer effizienten Verzahnung von Bedarfsermittlung, Leistungsbemessung und Gesamtplanung.
Die Evaluation liefert Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung von Verfahren, zur Reduzierung administrativer Belastungen, zur Digitalisierung von Prozessen sowie zur Schaffung transparenter und steuerbarer Leistungssysteme.
Damit bietet der Abschlussbericht nicht nur wichtige Impulse für Bayern, sondern auch wertvolle Erkenntnisse für Leistungsträger, Leistungserbringer und politische Entscheidungsträger in anderen Bundesländern, die ihre Rahmenverträge und Leistungsstrukturen im Sinne des BTHG weiterentwickeln.
Autor*innen:
contec - Gesellschaft für Organisationsberatung mbH: Birgitta Neumann, Tobias Tomaszik, Christiane Gairing, Cäcilia Jeggle, Heike Brüning-Tyrell, Thomas Hoffmann, Kathrin Bucholski
IEGUS - Institut für europäische Gesundheits- und Sozialwirtschaft: Benjamin Herten,
Katharina Kirstein, Verena Peters, Dr. Michael Tamminga-Wessels, Julia Bremicker-Smieja
contec
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